Verhaltensregeln

Möchten Sie die positiven und gesundheitlichen Wirkungen eines Saunabades nutzen, sollte Sie einige wichtige Verhaltensregeln beachten:

Planen Sie für Ihren Saunabesuch genügend Zeit ein! Ein vollständiges Saunabad dauert mindestens zwei Stunden und soll für Entspannung sorgen. Richtig genießen können Sie Ihren Saunabesuch nur, wenn Sie nicht ständig aus Zeitmangel auf die Uhr schauen müssen. Entfernen Sie diese am besten zusammen mit Ihrer Kleidung und schalten Sie Ihr Handy aus. Auch sollten Sie nicht hungrig oder mit vollen Magen in die Sauna gehen. Beides kann zu Unwohlsein führen.

Sie benötigen ein großes Liegetuch für die Benutzung der Saunakabine, zwei Handtücher zum Abtrocknen, Badeschlappen, Duschgel, Shampoo und einen Bademantel wenn Sie zwischendurch die angesiedelte Gastronomie besuchen wollen. Das Liegetuch sollte mindestens die Größe Ihrer Körperlänge haben, so dass Sie es komplett unter Ihren ausgestreckten Körper legen können. Niemand möchte schließlich auf schweißnassen Saunabänken sitzen. Benutzen Sie Badeschlappen, so vermeiden Sie die Gefahr der Fußpilzansteckung. Außerdem bleiben die Füße warm.

Besuchen Sie vorher die Toilette.


Duschen Sie unbedingt gründlich vor dem ersten Saunagang. Das Duschen dient nicht nur der allgemeinen Hygiene, sondern es werden hierbei auch Kosmetika und Körperfett von der Haut entfernt, die das Schwitzen behindern könnten.

Trocknen
Sie sich danach gut ab, denn trockene Haut schwitzt schneller.


Ein warmes Fußbad vor dem Saunagang erwärmt Ihre evtl. kalten Füße und fördert das Schwitzen zusätzlich. Die Wassertemperatur sollte so zwischen 30° und 40°C betragen.

Der 1. Saunagang sollte eine Temperatur von 80°C bis 100°C haben und zwischen 8 und 15 Minuten dauern. Der Aufenthalt sollte kurz, aber intensiv sein. Legen Sie Ihr Liegetuch unter den ganzen Körper. Schwitzen Sie auf der mittleren oder oberen Bank; am besten liegend, denn dann ruht der ganze Körper in einer Temperaturzone.  Achten Sie dabei vor allem auf Ihr Körpergefühl und weniger auf die Uhr. Wenn Sie lieber sitzen, ziehen Sie nach Möglichkeit die Beine auf die Sitzbank hoch. Die letzten zwei Minuten sollten Sie sich auf jeden Fall aufsetzen, um Ihren Kreislauf wieder an die aufrechte Haltung zu gewöhnen. 8 bis 15 Minuten im Saunaraum reichen vollkommen aus. Haben Sie Geduld beim Schwitzen. Das Schwitzen übt sich und die Schweißmenge nimmt nach mehreren Saunabädern zu.

Viele Saunakenner schätzen den sogenannten Aufguß als Höhepunkt des Saunabades. Gegen Ende des Saunagangs wird etwas Wasser auf die heißen Steine des Saunaofens gegossen. Die sofort aufsteigende unsichtbare Dampfwolke schlägt sich in Form von kleinen Wassertropfen auf der Haut nieder. Danach wird ein sofortiges verstärktes Hitzegefühl ausgelöst, wodurch es zu einem zusätzlichen starken Schwitzen kommt. Dabei werden dem Aufgusswasser manchmal ätherische Öle in Form von Aufgusskonzentraten zugesetzt, die in vielen Duftsorten erhältlich sind.


Nach dem Saunagang beginnt die Abkühlphase an der frischen Luft. Kühle Außenluft ist für die Abkühlung der Atemwege genau das Richtige. Gehen Sie mit ruhigen Schritten auf und ab. Stehen bleiben ist ungünstig für den Kreislauf. Erst danach mit einem Kneippschlauch abgießen oder unter der Schwallbrause abkühlen. Wenn Sie das Tauchbecken benutzen, sollte vorher der Schweiß abgespült sein. Saunagäste mit Bluthochdruck sollten das Tauchbecken allerdings meiden, da der Blutdruck aufgrund der plötzlichen Gefäßverengung kurzfristig in die Höhe schnellt.

Die richtige Abkühlung mit dem Kneippschlauch beginnt auf der Kürperrückseite, immer auf der rechten Körperseite  vom Fuß über die Unter- und Oberschenkel hin zum Gesäß und dann an der Innenseite des Beines wieder abwärts. Der gleiche Vorgang wird an der linken Körperseite fortgesetzt. Danach erfolgt die Abkühlung von der rechten Hand über Arm, Schulter und Rücken bis zur Hüfte hinab. Das Ganze auf der linken Seite wiederholen. Anschließend wird die Vorderseite in gleicher Weise abgegossen. Zum guten Schluss werden Hals, Nacken und Gesicht abgekühlt. Dabei ist auf eine ruhige und gleichmäßige Atmung zu achten.

Ein warmes Fußbad sollte nach der Kaltwasseranwendung direkt angeschlossen werden. Das etwa 30°C - 40°C warme Wasser wird höchstens knöchelhoch eingelassen. Durch das Fußbad öffnen sich die durch den vorherigen Kaltreiz zusammengezogenen Blutgefäße in der Haut rasch wieder. So wird die Voraussetzung dafür geschaffen, dass sich das noch leicht erhöhte Temperaturniveau im Körperkern ausgleichen kann. Wichtig ist das warme Fußbad auch nach dem letzten Saunagang anzuwenden, denn dadurch vermeiden Sie starkes Nachschwitzen.

Eine längere Ruhepause einzulegen ist nicht unbedingt notwendig, da ein richtig dosiertes Saunabad keine größere Anstrengung für den Körper bedeutet. Allerdings empfinden viele Menschen eine anschließende kleine Ruhepause als angenehm und entspannend. Folgen Sie auch hier einfach ihrem Körpergefühl. Achten Sie aber darauf, dass Ihre Füße in der Zeit nicht kalt werden.

Drei Saunagänge ergeben ein vollständiges Saunabad. Weitere Saunagänge vergrößern nachweislich nicht den gesundheitlichen Nutzen. Bei mehreren Saunabesuchen in einer Woche genügt es sogar, nur zwei Saunagänge durchzuführen. Wichtiger als die Zahl der Saunagänge ist die Regelmäßigkeit der Saunanutzung. Etliche der gesundheitlich relevanten Saunawirkungen müssen nach 8 bis 10 Tagen aufgefrischt werden. Wer also die Sauna zur Abhärtung besucht und seine Abwehrkräfte stärken möchte, sollte wöchentlich die Sauna benutzen.

Während des Saunabades sollten Sie besser nichts trinken, da sonst der Effekt des Entschlackens weitgehend unterbleibt. Nach der Sauna kann der Durst gut mit Wasser oder Fruchtgetränken gelöscht werden. Sauna nach Alkoholgenuss ist absolut tabu.

Die Nutzung eines Solariums stört nicht die Wirkung der Sauna. Da das Saunabaden mit den vielen Wasseranwendungen zu einer Verminderung der Hornschicht führt und dadurch die Lichtempfindlichkeit insbesondere bei hellhäutigen Menschen erhöht ist, sollte das Solarium am besten vor den Saunagängen genutzt werden, oder vorsichtiger dosiert werden.


Ein Saunabad dient besonders der körperlichen Erholung und psychischen Entspannung. Um die Wirkung der Sauna beizubehalten und um ungünstige Kreislaufreaktionen zu vermeiden, sollte deshalb nach der Sauna auf sportliche Betätigungen verzichtet werden. Eine Massage dagegen kann zwischen den Saunagängen oder im Anschluss an die Sauna die entspannende Wirkung noch verstärken.